Am 24. September 2026 hat Cricut mit der StickerPix-Linie eine komplett neue Produktkategorie vorgestellt. Bisher war Cricut vor allem für Schneideplotter bekannt, mit denen sich Vinylfolien, Papier oder Stoff präzise zuschneiden lassen. Mit StickerPix erweitert das Unternehmen sein Portfolio nun gezielt in Richtung personalisierter Sticker – ein Bereich, der in der Kunsthandwerks- und Scrapbooking-Community seit Jahren stark nachgefragt wird.
Die Linie besteht aus zwei Geräten: Die Cricut StickerPix Print + Cut (ab 299 US-Dollar) druckt, laminiert und schneidet Sticker in einem einzigen Arbeitsgang zu. Die kleinere Cricut StickerPix Print (ab 169 US-Dollar) bedruckt vorgefertigte Stickerbögen, die anschließend von Hand ausgeschnitten werden. Beide Geräte nutzen laut Hersteller eine thermische Farbstoff-Sublimationstechnologie, die für hochauflösende, wasser-, kratz- und ausbleichresistente Ergebnisse sorgen soll.
Über die Design Space App, die sowohl auf Mobilgeräten als auch am Desktop läuft, haben Nutzer:innen Zugriff auf mehr als 1,8 Millionen Sticker-Designs von unabhängigen Künstlern – oder sie laden eigene Fotos hoch und verwandeln sie direkt in Sticker. Cricut-CEO Ashish Arora beschreibt das Ziel so: „StickerPix macht es unglaublich einfach, das auf dem Bildschirm in etwas Greifbares zu verwandeln." Seit dem Verkaufsstart ist die Linie zunächst exklusiv über Cricut.com und bei Michaels erhältlich.
Praktische Tipps
Wer über den Einstieg in personalisierte Sticker nachdenkt, sollte sich zunächst überlegen, welches der beiden Geräte besser zum eigenen Workflow passt: Die Print + Cut-Variante lohnt sich vor allem für alle, die viele individuelle Formen ausschneiden und regelmäßig größere Mengen produzieren wollen, während die reine Print-Variante für alle interessant ist, die overheadärmer arbeiten und mit fertigen Stickerbögen bereits gut zurechtkommen.
Da die Sublimationstechnologie auf spezielle, kompatible Materialien und Tintenpatronen angewiesen ist, sollte man die Folgekosten für Verbrauchsmaterial von Anfang an in die Kalkulation einbeziehen – ähnlich wie es viele Kunsthandwerker:innen bereits von Tintenstrahl- oder Sublimationsdruckern für Textilien kennen.
Für alle, die eigene Fotos zu Stickern machen möchten, empfiehlt es sich, vorab auf gute Bildauflösung und Belichtung zu achten: Da das Ergebnis physisch haltbar sein soll, wirken sich Unschärfen oder Kompressionsartefakte im Ausgangsbild direkt auf die Qualität des fertigen Stickers aus. Wer die riesige Design-Bibliothek nutzen will, lohnt es sich, vor dem ersten Projekt etwas Zeit in die Kategorien- und Stilsuche zu investieren, um nicht von der Menge an Optionen überwältigt zu werden.
Fazit
Mit StickerPix positioniert sich Cricut in einem Marktsegment, das bislang vor allem von kleineren Spezialanbietern und improvisierten Drucker-Laminierer-Kombinationen bedient wurde. Für Kunsthandwerker:innen, die personalisierte Sticker, Verpackungen oder Deko-Elemente in ihr Angebot aufnehmen wollen, ist die neue Gerätekategorie ein Werkzeug, das sich lohnt im Auge zu behalten – insbesondere mit Blick auf erste Praxiserfahrungen aus der Community in den kommenden Wochen.
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