Cricut Maker 5: Neue Schneidemaschine für dickere Materialien und mehr KI-Unterstützung

Veröffentlicht am 9. September 2026 um 19:47

Hintergrund

Am 3. September 2026 hat Cricut offiziell die Maker 5 vorgestellt, die neueste Generation seiner Smart-Cutting-Maschine für Papier-, Vinyl- und Materialarbeiten. Verfügbar ist das Gerät seit dem 4. September zunächst exklusiv über Cricut.com und den Bastelmarkt Michaels (mit einer exklusiven Teal-Farbvariante bei Michaels); die breitere Handelsverfügbarkeit folgt nach der zweiwöchigen Exklusivphase.

Gegenüber dem Vorgängermodell ist die Maker 5 laut Hersteller rund 30 Prozent kompakter, verarbeitet bei gleichbleibender 30-Zentimeter-Schnittbreite aber Materialien mit bis zu 3 Millimeter Stärke – ein Plus von 25 Prozent. Über 300 Materialien und 13 Spezialwerkzeuge werden unterstützt, vom klassischen Schneiden über Gravieren, Schreiben, Zeichnen und Folieren bis hin zu Prägen (Scoring und Embossing). Das adaptive Werkzeugsystem soll sich automatisch auf empfindliche bis sehr dicke Materialien einstellen – von Leder, Acryl und Metall bis zu Wellpappe, Stoff, Krepppapier, Holz und Filz. Neu ist außerdem eine überarbeitete Design-Space-App mit KI-gestützten Design-Werkzeugen und geführten Workflows. Der Einstiegspreis liegt bei 349 US-Dollar.

Praktische Tipps für den Einsatz in der eigenen Werkstatt

1. Materialstärke gezielt für neue Produktideen nutzen. Die erhöhte Materialstärke von bis zu 3 mm eröffnet Möglichkeiten für Produkte, die bislang eventuell manuell zugeschnitten werden mussten – etwa dickere Holz- oder Lederelemente für Deko und Accessoires.

2. Exklusivphase beim Kauf einkalkulieren. Wer das Gerät zum Marktstart kaufen möchte, sollte einplanen, dass es in den ersten zwei Wochen nur über Cricut.com oder Michaels erhältlich ist – bei Bestellungen aus Deutschland lohnt ein Blick auf Versandkosten und -zeiten aus den USA beziehungsweise auf eine spätere Verfügbarkeit im europäischen Handel.

3. KI-Design-Funktionen kritisch testen, bevor man sich darauf verlässt. Neue KI-gestützte Werkzeuge in der Design-Space-App erleichtern zwar den Einstieg, ersetzen aber in der Praxis oft noch keine eigene Designkontrolle – ein Testlauf mit unkritischem Material zeigt schnell, wo manuelle Nacharbeit nötig ist.

4. Materialkompatibilität vor dem Kauf spezifischer Klingen/Werkzeuge prüfen. Nicht jedes der 13 Spezialwerkzeuge ist automatisch im Lieferumfang enthalten – ein Blick in die genaue Produktbeschreibung verhindert Fehlkäufe bei Zubehör.

5. Bestehenden Maschinenpark nicht vorschnell ersetzen. Wer bereits eine ältere Cricut-Maschine oder ein Konkurrenzgerät nutzt, sollte die eigenen Produktionsanforderungen (Materialarten, Stückzahlen) mit den neuen Funktionen abgleichen, bevor in ein Upgrade investiert wird.

Fazit

Die Cricut Maker 5 setzt bei Materialstärke und KI-Unterstützung sichtbar nach und richtet sich damit gezielt an Kleinunternehmer und Hobby-Kunsthandwerker, die Deko, Verpackungen oder personalisierte Produkte in größerer Vielfalt herstellen wollen. Der Einstiegspreis bleibt moderat, die tatsächliche Praxistauglichkeit der neuen KI-Werkzeuge muss sich aber erst in breiteren Anwendererfahrungen zeigen.

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